Die Natur
Mit einer Fläche von über 25.703 Quadratkilometern, ist Sizilien die größte Mittelmeerinsel. Der antike Name Trinakria wurde ihr aufgrund der Dreiecksform gegeben.
Berge, Meere und Flüsse
Über 80 Prozent Berg- und Hügelland verleihen ihr ein kontrastreiches Äußeres. Insbesondere der Ätna, von allen Vulkanen Europas der aktivste und höchste, ist auf dem Satellitenbild deutlich zu erkennen. Der 3.323 Meter hohe Feuerberg ist im Osten Siziliens zuhause. Mit seiner Größe übertrifft er selbst den größten nichtvulkanischen Berg Siziliens, den Pizzo Carbonara in den Monti Mandonie mit 1979 Metern.
Auf den Liparischen Inseln, im Nordosten von Sizilien befinden sich Vulkano und Stromboli, zwei ebenfalls aktive Vulkane. Im Norden Siziliens strecken sich die Monti Madonie, die Monti Nebrodi und die Monti Peloritani in die Höhe, Teile des Apenniengebirgszuges. Die Monti Iblei befinden sich im Südosten, die Monti Sicani und Monti Erei im Landesinneren. Im Süden und Osten gibt es einige ebene Flächen.
Im Norden wird die Insel vom Tyrrhenischen Meer, im Osten vom Ionischen Meer und im Südwesten von der Straße von Sizilien umschlossen. Die Straße von Messina trennt Sizilien von Italien. In den Monti Madonie entspringt der Salso. Mit 144 Kilometern ist er der längste Strom der Insel. Der 113 Kilometer lange Simento entspringt in den Monto Nebrodi. Weitere Flüsse Siziliens sind der Platani, der Belice und der Alcantara mit jeweils 84, 77 und 52 Kilometern Länge. In Sizilien gibt es zahlreiche Stauseen. Der größte ist der Lago Pozzillo. Im Landesinneren befindet sich der Lago di Pergusa, einziger natürlicher See der Insel.
Im Norden und Osten des Landes brechen sich die Wellen des Meeres an den Felsküsten, die mit zahlreichen Buchten durchzogen sind und mit ihren Sandstränden Urlaubern einen Platz zum Erholen geben. In südlicher Richtung flacht sich das Land ab und die Sandstrände tauchen in längeren Abschnitten auf.
Pflanzen und Tiere
In den Monti Nebrodi und den Monti Madonie gibt es Waldgebiete mit Buchen, Kiefern und Korkeichen. Hier gedeiht außerdem die Nebrodi-Tanne. In den Monti Iblei wachsen Johannisbrotbäume. 3000 verschiedenen Pflanzenarten bietet die Mittelmeerinsel ein Zuhause. Hier wachsen unter anderem Oliven- Mandel- und Gummibäume, Zitrusfrüchte, Bananenstauden und Papyruspflanzen.
Die Küsten der Pelagischen Inseln geben Meeresschildkröten ein Zuhause. Auch Schwertfische sind hier beheimatet. Wildtiere wurden durch die Jagd fast vollständig ausgerottet.